zeb-Regionalbankenstudie 2026 – Konjunktur, Zinsniveau und KI wirken sich bis 2030 massiv auf Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Banken aus
Anhaltende wirtschaftliche Unsicherheiten schaffen neue Realitäten im Bankensektor und Konjunktur, Zinsniveau und KI wirken sich bis 2030 massiv auf Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Banken aus.
Laut der zeb-Regionalbankenstudie wird das Jahr 2026 damit zum Entscheidungsjahr für die Regionalbanken in Österreich.
Michaela Schneider (Partnerin bei zeb.Austria): „Die nächsten Jahre entscheiden darüber, ob Regionalbanken ihre Ertragskraft stabilisieren und in ihre Zukunft investieren können, oder ob sie in eine Phase deutlich sinkender Eigenfinanzierungskraft geraten. 2026 wird zu einem Entscheidungsjahr für Banken“
Der World Uncertainty Index erreichte in Österreich im 3. Quartal 2025 einen Höchstwert, international befeuern der „Trump-Faktor“ und der Iran-Konflikt die Unsicherheit.
Österreichs Regionalbanken konnten nach den hohen Zinserträgen in den vergangenen Jahren ihre Ergebnisse 2025 nicht mehr halten und die operativen Kosten stiegen deutlich an.
Basis- oder Rezessionsszenario – zwei mögliche Entwicklungsszenarien
Basisszenario
Das zeb-Basisszenario zeigt eine moderate wirtschaftliche Erholung. Die Zinsstruktur normalisiert sich, Insolvenzen gehen zurück und die Banken können mit steigenden Investitionen ihre Ertragslage stabilisieren.
Rezessionsszenario
Das zeb-Rezessionsszenario zeigt eine Verschärfung des Abschwungs bis 2028. Sinkende Leitzinsen und steigende Insolvenzen führen zu einem deutlichen Rückgang der Zinsüberschüsse. Gleichzeitig fehlen die Mittel für nachhaltige Investitionen in Digitalisierung und KI.
Andreas Sumper (Partner zeb.Austria): „Bei dermaßen volatilen geopolitischen Rahmenbedingungen, dürfen die Herausforderungen eines Rezessionsszenarios nicht ignoriert werden“
Dieses Szenario hätte allerdings gravierende Folgen. Um das RWA-Wachstum mit Eigenkapital zu unterlegen, brauchen Banken ein Betriebsergebnis von mehr als 0,5 Prozent. Tritt das Rezessionsszenario ein, würden 65 Prozent der Banken 2028 diese Gewinnschwelle nicht erreichen. Jede vierte Bank würde Verluste schreiben.
KI entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit
Großbanken investieren bereits konsequent in die Modernisierung ihrer IT. Laut zeb könnten bei konsequentem Einsatz von KI bis 2035 auch bei Regionalbanken ein Drittel der Kapazitäten freigespielt werden. Diese Ressourcen können in Wachstum, Qualitätssteigerung und neue Aufgaben umgelenkt werden.
Michaela Schneider (Partnerin bei zeb.Austria): „Statt Kapazitäten in Routinetätigkeiten zu binden, können sie gezielt für Innovationen, die Weiterentwicklung des Geschäfts und zusätzliche Wertschöpfung eingesetzt werden – ein wichtiger Hebel, um auch in herausfordernden Zeiten wettbewerbsfähig zu bleiben“
Über zeb.rolfes.schierenbeck.associates gmbh
zeb.rolfes.schierenbeck.associates gmbh begleitet als führende Strategie-, Management- und IT-Beratung seit 2001 Finanzdienstleister bei Transformationsprozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
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