Eckartsau

Marktgemeinde zwischen Marchfeld und Donau-Auen

Eckartsau ist eine Marktgemeinde im Bezirk Gänserndorf und Teil der Region Marchfeld. Sie liegt im südlichen Marchfeld am Rand des Nationalparks Donau-Auen und verbindet historische Bausubstanz, landwirtschaftlich geprägte Ortschaften und wertvolle Naturräume.

Geschichte der Marktgemeinde

Die heutige Großgemeinde besteht seit 1971 und umfasst die fünf Katastralgemeinden Eckartsau, Kopfstetten, Pframa, Wagram an der Donau und Witzelsdorf. Der Name Eckartsau ist bereits um 1180 in historischen Formen wie „Ekkehartshouue“ und „Ekkartsovve“ belegt.

Eine besondere Rolle spielt Schloss Eckartsau. Das ehemalige kaiserliche Jagdschloss erhielt um 1900 durch Erzherzog Franz Ferdinand weitgehend sein heutiges Aussehen. Bekannt wurde es vor allem als letzter Wohnort Kaiser Karls I. in Österreich. Am 23. März 1919 verließ er Eckartsau mit seiner Familie und trat vom Bahnhof Kopfstetten aus die Reise ins Schweizer Exil an.

Schloss, Au und Ortschaften

Schloss Eckartsau, sein historischer Landschaftspark und die umliegenden Donau-Auen prägen die Marktgemeinde bis heute. Spazier- und Wanderwege führen durch ehemalige kaiserliche Jagdgebiete, vorbei an Altarmen, Auwäldern und weitläufigen Wiesen. Auch der Donauradweg verläuft in unmittelbarer Nähe des Schlosses.

Die einzelnen Ortschaften besitzen jeweils eine eigene Identität. Kopfstetten ist durch die weithin sichtbare Wallfahrtskirche Maria Schutz auf dem Kirchberg bekannt. Pframa, Wagram an der Donau und Witzelsdorf tragen mit ihren gewachsenen Dorfstrukturen und ihrer landwirtschaftlichen Prägung zum vielfältigen Erscheinungsbild der Gemeinde bei.

Eckartsau heute

Heute leben in Eckartsau rund 1.400 Menschen auf einer Fläche von knapp 49 Quadratkilometern. Als eine der 23 Mitgliedsgemeinden der Region Marchfeld steht Eckartsau für einen Ort, an dem Marchfeld, Donau-Auen, ländliches Gemeindeleben und österreichische Geschichte besonders eng zusammenkommen.