St. Pölten
Überblick
Der Bezirk St. Pölten umschließt die gleichnamige Statutarstadt, die selbst nicht zum Bezirksgebiet gehört. Er erstreckt sich vom Traisen- und Pielachtal über das Alpenvorland bis zu den westlichen Ausläufern des Wienerwaldes. Dadurch unterscheiden sich Landschaft, Siedlungsstruktur und wirtschaftliche Schwerpunkte innerhalb des Bezirks deutlich.
Auf rund 1.287 Quadratkilometern leben etwa 134.800 Menschen. Der Bezirk umfasst 45 Gemeinden; die Bezirkshauptmannschaft befindet sich in St. Pölten. Zu den regionalen Zentren zählen unter anderem Herzogenburg, Neulengbach, Purkersdorf, Pressbaum und Böheimkirchen.
Die Nähe zur Landeshauptstadt und zu Wien beeinflusst besonders den Pendelverkehr und die Entwicklung der östlichen Gemeinden. Entlang der Westbahn und der Westautobahn haben sich Gewerbe-, Produktions- und Logistikbetriebe angesiedelt. In den ländlicheren Gebieten spielen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Weinbau und Tourismus weiterhin eine wichtige Rolle.
Freizeit und Kultur
Das Pielachtal ist für den Anbau der Dirndlfrucht bekannt und wird durch die Mariazellerbahn erschlossen. Wanderwege, Radstrecken und regionale Betriebe verbinden die Landschaft entlang der Pielach mit bäuerlicher Kultur und regionalen Produkten. Bei Frankenfels führt die Nixhöhle in eine unterirdische Tropfsteinlandschaft.
Im Traisental prägen Weinbau, Kellergassen und der Traisental-Radweg Teile des Bezirks. Einen kulturellen Mittelpunkt bildet das Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg mit seiner barocken Klosteranlage. Im Osten erstrecken sich Wald- und Wiesenflächen des Biosphärenparks Wienerwald.
Burgen, Museen und regionale Bühnen ergänzen das Freizeitangebot. Dazu gehören unter anderem die Burg Neulengbach sowie Veranstaltungen in den Gemeinden. Der Bezirk verbindet damit Mostviertler Täler, den Zentralraum rund um die Landeshauptstadt und die Wienerwaldgemeinden zu unterschiedlichen Natur- und Kulturräumen.
