Vöslauer – Wie eine Quelle aus Bad Vöslau zur Nummer eins wurde

Wasser mit einer langen Reise

Der Ursprung von Vöslauer liegt tief unter der niederösterreichischen Stadt Bad Vöslau. Rund 15.000 Jahre lang sickert das Wasser durch unterschiedliche Gesteinsschichten, bevor es die in 660 Metern Tiefe liegenden Quellen erreicht. Dabei erhält es seine ausgewogene Mineralisierung und wird zugleich vor äußeren Umwelteinflüssen geschützt.

Die Verbindung zwischen dem Ort und seinem Wasser reicht weit zurück. Im Jahr 1822 ließ Moritz I. Graf von Fries ein Becken bei der Quelle errichten und eröffnete damit den Vorläufer des heutigen Thermalbades. Drei Jahre später untersuchte Dr. Johann Malfatti von Monteregio, der Leibarzt Ludwig van Beethovens, das Quellwasser und veranlasste die erste Fassung der Vöslauer Ursprungsquelle.

Von der Heilquelle zum Unternehmen

Im Jahr 1936 gründete die Zentralsparkasse die Vöslauer Heilquellenverwertungs Gesellschaft. Sie war der Vorläufer der heutigen Vöslauer Mineralwasser GmbH und machte es möglich, das Wasser direkt am Quellort in Flaschen abzufüllen.

Über die folgenden Jahrzehnte entwickelte sich aus dem regionalen Betrieb eine österreichweit bekannte Mineralwassermarke. 1975 führte Vöslauer die handliche Sechserkiste ein. Eine besondere Verbindung zwischen Mineralwasser und österreichischer Kunst entstand 1990, als Friedensreich Hundertwasser die Etiketten für die Gastronomieflaschen gestaltete.

Mit der Eröffnung eines neuen Abfüllzentrums im Jahr 1993 wurden die Voraussetzungen für eine moderne und größere Produktion geschaffen.

Neue Ideen für den Getränkemarkt

Vöslauer prägte den österreichischen Mineralwassermarkt immer wieder mit neuen Produkten und Verpackungen. 1996 brachte das Unternehmen eine 1,5-Liter-PET-Leichtflasche auf den Markt. Zwei Jahre später folgte mit Vöslauer ohne ein Mineralwasser ohne Kohlensäure.

Im Jahr 2000 erweiterte Vöslauer sein Angebot mit Balance. Das Getränk verband Mineralwasser mit Kräuterextrakten und eröffnete der Marke ein neues Geschäftsfeld. Später kamen unter anderem Mineralwasser mit Fruchtgeschmack, Bio-Limonaden sowie Produkte für Kinder und sportlich aktive Menschen hinzu.

Auch das Design spielte bei der Markenentwicklung eine wichtige Rolle. Flaschenformen, Etiketten und Werbekampagnen machten Vöslauer zu einer Marke, die nicht nur mit Durstlöschen, sondern auch mit einem modernen Lebensstil verbunden wurde.

Mehr als klassisches Mineralwasser

Heute gehört Vöslauer zur österreichischen Unternehmensgruppe Ottakringer Getränke und ist Marktführer am heimischen Mineralwassermarkt. Der gesamte Unternehmensstandort befindet sich weiterhin unmittelbar bei der Quelle in Bad Vöslau. Rund ein Fünftel der Produktion wird ins Ausland exportiert.

Das Sortiment umfasst Mineralwasser in unterschiedlichen Kohlensäurestärken, Vöslauer Flavours, Balance Juicy und Bio-Limonaden. 2026 kam mit Fizzz erstmals ein alkoholfreier Aperitif auf Mineralwasserbasis hinzu. Trotz dieser Vielfalt bleibt die Vöslauer Ursprungsquelle die Grundlage der Marke.

Flaschen im Kreislauf

Als großer Mineralwasserhersteller steht Vöslauer besonders beim Einsatz von Verpackungen in der Verantwortung. Die Flaschenkörper des gesamten PET-Sortiments werden mittlerweile aus vollständig recyceltem PET hergestellt. Ergänzt wird das Angebot durch Glas-Mehrwegflaschen und ein 2022 eingeführtes PET-Mehrwegsystem.

Bis 2030 sollen auch Folien und Etiketten vollständig aus Recyclingmaterial bestehen. Gleichzeitig verfolgt Vöslauer das Ziel, seine Treibhausgasemissionen gegenüber 2019 um weitere 28 Prozent zu reduzieren.

Damit verbindet die Marke ihre historische Herkunft mit modernen Anforderungen: Das Wasser stammt weiterhin aus derselben geschützten Quelle, während sich Produkte, Verpackungen und Herstellungsverfahren laufend weiterentwickeln.