Korneuburg
Überblick
Nordwestlich von Wien erstreckt sich der Bezirk Korneuburg von der Donau und dem Bisamberg bis in das südwestliche Weinviertel. Aulandschaften, die Hügel der Waschbergzone, Weingärten und intensiv genutzte Agrarflächen liegen hier nahe bei dicht besiedelten Umlandgemeinden.
Der Bezirk hat rund 94.100 Einwohner, eine Fläche von etwa 662 Quadratkilometern und 20 Gemeinden. Korneuburg ist Sitz der Bezirkshauptmannschaft. Stockerau und Gerasdorf bei Wien sind die größten Städte; Langenzersdorf und Gemeinden südlich von Stockerau sind eng mit dem Wiener Ballungsraum verbunden.
Die Nähe zur Bundeshauptstadt beeinflusst Wohnen, Pendelverkehr und Betriebsansiedlungen. Industrie, Logistik, Handel und Dienstleistungen konzentrieren sich entlang der Donau- und Nordachsen. Landwirtschaft und Weinbau bleiben vor allem außerhalb der größeren Siedlungsräume sichtbar. Nordwestbahn, Schnellstraßen und Autobahnen verbinden den Bezirk mit Wien, dem nördlichen Weinviertel und dem Raum Tulln.
Freizeit und Kultur
Die Burg Kreuzenstein bei Leobendorf wurde im 19. Jahrhundert als Schauburg aufgebaut und zeigt eine umfangreiche Sammlung historischer Ausstattung. In Stetten vermittelt die Fossilienwelt die Geschichte eines rund 16,5 Millionen Jahre alten Austernriffs, das bei wissenschaftlichen Grabungen freigelegt wurde.
Der Bisamberg und die angrenzenden Trockenrasen bieten Lebensräume für wärmeliebende Pflanzen und Tiere. Entlang der Donau liegen Auwälder, Uferwege und Abschnitte des Donauradwegs. Die Weinorte an den Hängen südlich und westlich des Bisambergs verbinden Weingärten mit Heurigenkultur.
Stadtmuseen, Kirchen, Kellergassen und regelmäßige Kulturveranstaltungen ergänzen die bekannten Ausflugsziele. Damit reicht das Angebot von Natur- und Erdgeschichte über mittelalterlich geprägte Architektur bis zur Kultur des Wiener Umlands.
Bei Korneuburg und Stockerau dienen Donauufer und Auwälder zugleich als Naherholungsräume für die dicht besiedelten Teile des Bezirks.
